Flächenbrand auf dem Standortübungsplatz

Bericht: © Yannick Lüdemann, Pressewart Feuerwehr Samtgemeinde Ilmenau

Vor Ort stellte sich schnell heraus, dass es sich um einen größeren Flächenbrand handelt und eine Alarmerhöhung erforderlich war. Auf einen Brand 4 eingestuft wurden zusätzlich die Wehren Bavendorf, Süttorf, Reinstorf und Neetze alarmiert.

Auf einer Fläche von 150x50m brannten Gräser und Bäume drohten den Flammen zum Opfer zu fallen. Mit etwa 100 Feuerwehrleuten aus den Samtgemeinden Ilmenau und Ostheide konnte der Brand schnell eingedämmt werden und die mühsame Kleinarbeit begann.

Mit Löschrucksäcken und speziellen Schläuchen, welche sich selbst kühlen, wurden kleinere Brandnester abgearbeitet. Um auch den tiefliegenden Glutnestern den Garaus zu machen, wurde mit Forken und Hacken der Boden umgegraben. Durch die Vegetation und das Wurzelwerk war diese Arbeit nicht sehr erfolgreich. Die Einsatztaktik wurde auf flächendeckende Wasserabgabe und Einsatz von Netzmittel umgeändert.

Es wurde ein Pendelverkehr zwischen Wasserentnahmestelle und Einsatzort eingerichtet. Das unwegsame Gelände erforderte geländegängige Fahrzeuge mit großem Tankvolumen. Mit ca. 16 Tonnen Gewicht fuhren die Maschinisten Ihre Vehikel gekonnt durch weichen Sandboden und stellten so die Wasserversorgung sicher.

Nach dem Eintreffen des Schlauchwagens wurde eine Wasserförderung über lange Wegstrecke installiert und der Pendelverkehr zwischen Wasserentnahmestelle und einem Faltbehälter eingeführt. So mussten die Tanklöschfahrzeuge sich nicht mehr durch den schwer zu befahrenden „Panzertrack“ kämpfen.

Da bei einem solchen Einsatzszenario viel Schlauchmaterial erforderlich ist, wurde bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Scharnebeck Ersatzmaterial angefordert. Wie der Zufall so wollte, waren die Kameraden aus Reppenstedt gerade in Scharnebeck und haben eigenes Material getauscht.

Sie verlasteten die von der Einsatzstelle geforderten Schläuche und brachten diese auf den Standortübungsplatz. Ein Dank geht hier an die Reppenstedter raus. Der Gerätewagen aus Embsen wurde angefordert, um die gebrauchten Schläuche dann wieder zur FTZ zu transportieren.

Um 19 Uhr und nach vier schweißtreibenden Stunden war das Feuer gelöscht und der Rückbau begann.