Im Rahmen der Aktion „40.000 Theatermitarbeiter*innen treffen ihre Abgeordneten“ haben unsere Ensembles am 6. Mai 2021 Politiker:innen zum Gespräch eingeladen. Ziel der 2016 ins Leben gerufenen Aktion: ein direkter Austausch zwischen Theaterbeschäftigten und ihren politischen Repräsentant:innen, um Einblicke hinter die Kulissen und die besonderen Arbeitsweisen und Rahmenbedingungen an den Theatern zu geben.

Mit dabei war unter anderem Schauspielerin Beate Weidenhammer, die sich sehr über die vom BUND DER SZENOGRAFEN, der Dramaturgischen Gesellschaft, dem ensemble-netzwerk und dem Deutschen Bühnenverein initiierte Aktion freut: „Niemals sonst hätten wir die Möglichkeit gehabt, in einen so unmittelbaren, konstruktiven Dialog zu treten. Ein Balsam in diesen Zeiten der aufgeheizten Debatten.“ Kollege Niklas Schmidt ergänzt:

So eine Begegnung birgt die Chance, in den Köpfen zu bleiben und nachhaltig zu wirken.

Niklas betont stellvertretend für die Kolleg:innen, dass Theater ein existenzieller Baustein der Gesellschaft ist, ein Ort des Austauschs und der gelebten Demokratie. „Theater bringt Menschen zusammen und wirkt so der Spaltung der Gesellschaft entgegen. Und das wird ‚nach Corona: immens wichtig werden. Grund genug, in zukünftigen Kulturetatdebatten Erhöhungen anstatt Kürzungen zu denken“, sagt der 27-Jährige. Beate pflichtete ihm bei. Sie wünscht sich, dass deutlich wird, wie groß- und einzigartig die Theaterlandschaft in Deutschland ist: „Kultur muss für jeden zugänglich sein, nicht nur für eine Elite. Dafür brauchen wir mehr ideelle und finanzielle Unterstützung durch die Politik!“, appelliert sie. Wichtig war ihr zudem, zu zeigen, welche große Nähe zwischen dem Theater Lüneburg und seinem Publikum herrscht und wie sehr die Theaterschaffenden die Zuschauer vermissen – und umgekehrt.

Der Einladung zum Gespräch sind die Politiker Nikolai Anton, Uwe Dorendorf, Jörg Hillmer, Petra Kruse-Runge, Rainer Mencke, Michèl Pauly, Gisela Plaschka, Rolf Rehfeldt, Klaus-Dieter Salewski, Birte Schellmann, Andrea Schröder-Ehlers, Detlev Schulz-Hendel, Frank Soldan und Inge Voltmann-Hummes gefolgt. Sie sprachen unter Einhaltung der aktuellen Hygieneregeln in Kleingruppen mit den Schauspielern Yves Dudziak, Jan-Philip Heinzel, Matthias Herrmann, Niklas Schmidt, Stefanie Schwab, Christoph Vetter und Beate Weidenhammer sowie mit Tänzerin Sarah Altherr, Schlagzeuger Clemens Bütje, Inspizient Matthew Sly, Techniker Ingo Trensinger, und als Teil des Vorbereitungsteams Sabine Bahnsen und Hilke Bultmann.

Entstanden sind dabei Plakate mit prägnanten Aussagen zur Bedeutung von Theater. In der kommenden Woche folgen Gespräche mit Hiltrud Lotze, Eckhard Pols und Julia Verlinden.
Niklas Schmidt zieht eine positive Bilanz: Die Atmosphäre war sehr schön und die Begegnungen sehr offen. Wir hatten ausgesprochen konstruktive Gespräche, in denen deutlich wurde, dass sich die Politiker:innen der Bedeutung von Theater sehr bewusst sind – auch und gerade für Kinder und Jugendliche.

Der Beitrag 40.000 Theatermitarbeiter:innen treffen ihre Abgeordneten | 06.05.2021 erschien zuerst auf Theater Lüneburg.


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