Eigentlich wollten das Theater und das Museum Lüneburg ihre Reihe THEATER TRIFFT MUSEUM am 19. April mit einer Lesung mit Musik zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs fortsetzen – verbunden mit einer passenden Ausstellung zum Thema. Aufgrund der aktuellen Situation wurde ein digitales Angebot entwickelt, das die geplante Lesung, die Ausstellung und Musik verbindet. Entstanden ist ein Mosaik aus ganz unterschiedlichen Bausteinen: Augenzeugenberichte aus den letzten Kriegstagen in Lüneburg treffen auf Texte des Schriftstellers Wolfgang Borchert, der 1941 als Schauspieler in Lüneburg arbeitete. Schlager aus dem Jahr 1945, die vor allem von einer heilen Welt träumen stehen neben Protokollnotizen aus dem Lüneburger Stadtarchiv. Gelesen werden die Texte von den Schauspielern Britta Focht, Niklas Schmidt und Philip Richert, am Flügel im Marcus-Heinemann-Saal des Museums spielt Ulrich Stöcker. „Ganz besonders berührend ist ein Interview mit einem jüdischen Überlebenden eines KZ-Zuges, der wohl am 8. April durch Lüneburg kam. Dieses eindringliche Zeitdokument kam eher durch Zufall an uns und wirft ein erschütterndes Licht auf die letzten Kriegstage in Lüneburg“, so Chefdramaturg Friedrich von Mansberg. Die knapp einstündige digitale Lesung zeigt aber auch einige der Gegenstände aus der Sammlung des Museums, die Kurator Dr. Ulfert Tschirner das Museum für die begleitende Ausstellung vorgesehen hatte. „Wir hoffen sehr, dass mit diesem digitalen Angebot wenigstens ein kleiner Beitrag des Erinnerns und Gedenkens entstanden ist“, fasst von Mansberg zusammen. Das Video ist ab dem 8. Mai, 19 Uhr zugänglich ist

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