Gegliedert ist der Leistungsnachweis in drei Teile bis zur Kreisebene, darüber hinaus gibt es noch einen vierten Teil.

In Bleckede wurden aber nur die drei Teile auf Kreisebene bewertet, der vierte Teil konnte von den anwesenden Gruppen, außerhalb der Wertung, geübt werden.
Insgesamt 20 Gruppen waren angetreten, um sich für den Bezirksentscheid zu qualifizieren, der am 22.09.2019 in Laßrönne im Landkreis Harburg stattfindet, die besten Sieben kamen weiter. An drei verschiedenen Stationen galt es, die Höchstpunkzahl (in Prozent) zu erreichen. Beim Fahrparcours muss das Fahrzeug über ein Hindernis fahren (Schlauchbrücken) und dabei nicht runterrutschen, anschließend eine schmale Gasse durchfahren und dann rückwärts einparken ohne anzuhalten und so nah wie möglich an die seitliche und rückwärtige Markierung herankommen. Die zweite Aufgabe ist das Zusammenkuppeln von Saugschläuchen, diese mit einem Seil sichern und „ins Wasser werfen“. Dabei zählt die Zeit, die benötigt wird, und ob die Schläuche ordnungsgemäß eingebunden (gesichert) sind. Im dritten Teil wird ein Löschangriff gemacht, es muss Wasser aus einem Hydranten entnommen werden und über die Pumpe des Fahrzeugs geleitet werden zum Verteiler. Von dort wird eine Schlauchleitung bis zu einem Punkt vor einem Kanister gelegt. Mit einem C-Strahlrohr wird der Kanister bis zu einer Markierung gefüllt. Wenn diese erreicht wurde, wird das Platzen des Schlauches zwischen Pumpe und Verteiler simuliert, dieser muss schnellstmöglich getauscht werden, anschließend wird der Kanister weitergefüllt bis zur letzten Markierung. Der Gruppenführer ruft „Wasser halt“, damit ist die Übung beendet und die Zeit wird gestoppt, hier zählt die schnellste Zeit.

Alle drei Teile werden zusammengezogen und daraus ergibt sich die Gesamtwertung.
Gewonnen hat die Gruppe aus Garze, gefolgt von den Gruppen aus Bleckede, Melbeck, Thomasburg, Stapel II, Barendorf und Stapel I. Diese Gruppen haben damit die Berechtigung zum Bezirksentscheid zu fahren.

Zusätzlich wurde für den Wanderpokal des Landrats ein endgültiges Zuhause gesucht, dieser wurde an die schnellste Gruppe (Kuppeln + Löschangriff) verliehen. Hier konnte sich die Gruppe aus Embsen vor Garze und Bleckede freuen und erhielt den Pokal.

Parallel zu den Leistungsnachweisen hatten auch die Jugend- und Kinderfeuerwehren einen Parcours aus verschiedenen Stationen aufgebaut.
Bei den Kinderfeuerwehren mussten beim „Spiel ohne Grenzen“ zehn verschiedene Stationen bewältigt werden, u.a. Wäscheklammertransport, Eierlaufen, 3D-Puzzle und Geräusche-Memory.
Die 30 angetretenen Staffeln mit ihren ca. 180 Kindern legten sich mächtig ins Zeug. So konnte sich die Gruppe aus Rettmer vor Gienau 3 und Wendisch Evern den ersten Platz sichern.

Bei den Jugendfeuerwehren standen Einzelnachweise auf dem Programm. Die 54 Teilnehmer mussten sich hier einzeln bewähren, denn sie alle wollten die Jugendflamme 2 erreichen. Es mussten fünf Prüfungen absolviert werden, dazu gehörten Geräte- und Fahrzeugkunde, die Bedienung eines Unterflurhydrants inklusive Verkehrssicherung, Absicherung einer Einsatzstelle nach Verkehrsunfall, Aufbau eines Behelfswasserwerfers sowie Schläuche über 100m Rollen und Kuppeln auf Zeit. Voller Spannung standen die Jugendlichen bei der Verkündung der Ergebnisse vor der Kreisjugend- feuerwehrführung. Der spannungslösende Satz fiel gleich zu Anfang: „Alle 54 Teilnehmer haben bestanden, sieben sogar mit Höchstpunktzahl“. Nun konnte allen die Anstecknadel an die Uniformjacke geheftet werden.

Text: ©Andreas Bahr

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Feuerwehr Ostheide
21397 Barendorf
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