In den 2,5 Stunden Theorie ging es um die Schwierigkeiten, die bei Vegetationsbränden auftauchen, wie man mit verschiedenen Löschmethoden und deren Kombination effektiv Vegetationsbrände bekämpfen kann und das kostbare Löschmittel „Wasser“ gezielt einsetzt, aber auch, welche Taktiken beim Löschangriff zu beachten sind, z.B. von welcher Seite greife ich das Feuer an, wann setzte ich welche Hilfsmittel ein.

Aber was nutzt die ganze Theorie, wenn man sie nicht anwenden kann. Deshalb hieß es nach dem Vortrag: Raus aufs Feld.
Dort wurde dann unter realen Bedingung die Brandbekämpfung geübt. Dabei kamen die guten alten Feuerpatschen zum Einsatz (Feuerpatschen sind fächerförmig angeordnete Blätter aus Kunststoff oder Metall an einem Holzstiel), sowie auch Waldbrandrucksäcke (Löschrucksäcke). Erstaunt stellten die Teilnehmer fest, dass auch die Feuerpatsche ein sinnvolles Löschgerät ist, vor allem wenn man sie in Kombination mit den Waldbrandrucksäcken anwendet. Nach dem Üben mit den verschiedenen Löschgeräten stellte die Feuerwehr Neetze dem Dozenten das in der Feuerwehr Ostheide praktizierte „Pump and roll“-Verfahren vor.

Hierbei wird ein wassersparender schmaler Schlauch (D-Schlauch) an die Pumpe eines wasserführenden Fahrzeuges (z.B.: Tanklöschfahrzeug) angeschlossen. Die Löschmannschaft geht vor dem Fahrzeug und löscht den Brand, während das Fahrzeug in Schrittgeschwindigkeit hinterherfährt und Wasser aus dem Tank pumpt.

Nach all der Brandbekämpfung in Theorie und Praxis wurden am Feuerwehrhaus in Neetze die guten Eigenschaften des Feuers genutzt und alle Teilnehmer wurden zum Grillen eingeladen.

Foto: ©Marco Schalwat / Feuerwehr Neetze

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