Polizei zieht zufriedene Bilanz bei Fahrradkontrollen | salzsau-panorama.de
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Polizei zieht zufriedene Bilanz bei Fahrradkontrollen

2018-12-21T15:59:26+02:0020. Dezember 2018|Kategorien: Landkreis Lüneburg|Tags: , , , |0 Kommentare

Eine durchaus zufriedene Bilanz zieht der Verkehrssicherheitsberater der Lüneburger Polizei, Martin Schwanitz, hinsichtlich der Beleuchtung bei Radlern an Schulen.

Seit einer Woche war Schwanitz mit seinen Kollegen morgens in der früh vor Schulen in Stadt und Landkreis Lüneburg auf Posten, um zu kontrollieren, wie es mit der Beleuchtung der Fahrräder der Schüler aber auch der Lehrer ausschaut.

Der Experte macht darauf aufmerksam, das die Zahl der Verkehrsunfälle mit beteiligten und verletzten Radfahrer jährlich steigt. Gründe dafür sind u. a.  fahren auf der falschen Straßenseite oder das unerlaubte Benutzen des Gehweges. Wenn es dann noch dunkel ist, verschärfen sich die gefährlichen Situationen oft noch, weil die Radler zu spät oder gar nicht gesehen werden können.

Eltern, so Schwanitz, sollten nicht darauf vertrauen, das der Nachwuchs schon ein sicheres Fahrrad fährt, sondern sollten es selbst regelmäßig überprüfen.

Eltern sollten nicht auf funktionstüchtige Beleuchtung vertrauen

Eine korrekte Beleuchtung, Reflektoren und ein allgemein verkehrssicheres Rad schaffen mehr Sicherheit. Trotzdem beobachten Schwanitz und seine Kollegen immer wieder Fahrradfahrer, die ohne Licht unterwegs sind.

In einem Schreiben, das die an der Aktion teilnehmenden Schulen (u.a. Oberschule Bardowick, Schulzentrum Scharnebeck, Schulzentrum Oedeme, Oberschule am Wasserturm, Wilhelm Raabe Schule, Herderschule und der IGS Embsen) an die Eltern verschickt haben, wurde über die Kontrollaktion und die Grundsätze eines verkehrssicheren Fahrrads hingewiesen.

Im Nachgang der Kontrollen wurden Mängelbögen an die Eltern verschickt, in der Hoffnung, das diese die Mängel abstellen.

Insgesamt 96 Verstöße stellte die Polizei während der Kontrollen fest. Fast ein Drittel davon allerdings bei Radlern die keine Schüler oder Lehrkräfte waren. Denn auch letztere sind bei der Überprüfung negativ aufgefallen.

Lehrer als schlechtes Vorbild

Ein Lehrer fiel durch fehlendes Licht und weitere Mängel auf, ein Referendar hetzte – ebenfalls ohne Licht – in letzter Minute zur Schule.

Das nicht jedem der Sinn einer solchen Kontrollaktion einleuchtet, zeigte ein Jugendlicher, der die Beamten lautstark fragte, ob sie nichts besseres zu tun hätten.

Wie Schwanitz berichtet, eignet sich in der Praxis am besten die Kombination Nabendynamo und LED-Lampe. Sie funktioniert bei jedem Wetter und ist dazu noch wartungsfrei. Problematisch sind Stecklichter, denen wegen ihres Batteriebetriebs regelmäßig der Saft ausgeht. Zudem vergessen Kinder häufig schlichtweg, diese an ihr Fahrrad zu montieren.

Trotzdem zieht man bei den Beamten ein positives Fazit:

Bei ihnen steigt das subjektive Empfinden, das die Zahl der Radler mit Licht jedes Jahr zunimmt. Was nicht zuletzt auch an der Präventions- und Aufklärungsarbeit liegt, wie Schwanitz vermutet.

Kontaktdaten:

Polizeiinspektion
Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen
Auf der Hude 1
21339 Lüneburg
0 41 31 / 83 06 -0
www.pd-lg.polizei-nds.de

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