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Brückenteilzeit-Gesetz für AV-Präsident ein Kropf

2018-10-19T11:29:13+00:0011. Juni 2018|Kategorien: Arbeitgeberverband|Tags: , |0 Kommentare

„Es reicht!“

Das geplante „Brückenteilzeit-Gesetz“ stößt bei Heiko Westermann auf klare Ablehnung: „Das Gesetz bedeutet eine gewaltige Überforderung nicht nur der kleinen und mittelständischen Betriebe mit einem nicht mehr zumutbaren organisatorischen und bürokratischen Aufwand“, kritisiert der Präsident des Arbeitgeberverbandes Lüneburg Nordostniedersachsen (AV). Die Verärgerung richtet sich gegen das neueste Vorhaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), neben der bereits bestehenden Vielzahl von Gesetzen zur Teilzeitarbeit jetzt noch ein weiteres Teilzeitgesetz mit einem Rückkehrrecht möglichst schnell in Gesetzesform gießen. Demnach sollen Arbeitnehmer grundsätzlich einen Anspruch darauf haben, ihre Arbeitszeit zu verringern und trotzdem ein generelles Recht auf Rückkehr von Teilzeit in Vollzeit behalten. „Ohne Rücksicht darauf, ob dies von den betroffenen Betrieben überhaupt noch leistbar ist und ob Vertretungskräfte dafür wieder gehen müssen“, kritisiert der Lüneburger AV-Präsident die Gedankenspiele der Politik.
Dabei bestehen schon jetzt Rückkehrmöglichkeit zur Vollzeit, z.B. nach einer Pflege- oder Elternzeit“, stellt Westermann fest. So können Eltern schon jetzt in der Elternzeit ihre Arbeitszeit auf 15 bis 30 Stunden reduzieren und im Anschluss daran wieder per Gesetz auf eine volle Stelle zurückkehren.

Nach dem jetzt vorgestellten Entwurf soll das geplante „Brückenteilzeit-Gesetz“ dann greifen, wenn der Betrieb mehr als 45 Mitarbeiter beschäftigt. Unternehmen mit bis zu 200 Arbeitnehmern müssen in einem bürokratischen Verfahren dann für jeweils weitere 15 Mitarbeiter einem Arbeitnehmer den Anspruch auf Brückenteilzeit gewähren. „Schon dieses Berechnungsmodel macht den damit verbundenen organisatorischen Aufwand deutlich“, stellt AV-Präsident Westermann fest und fügt hinzu: „Daneben müssen sich die Betriebe auch noch um solche Dinge wie die neue Datenschutzgrundverordnung, psychische Gefährdungsbeurteilungen am Arbeitsplatz, Erweiterungen im Schwerbehindertenrecht und Neuregelungen bei der Arbeitnehmerüberlassung und im Befristungsrecht kümmern.“

In Zeiten logo arbeitgeberverband lueneburgeines ständig steigenden globalen Wettbewerbs haben die Unternehmen auch im Sinne der Beschäftigten jedoch die Aufgabe, den wirtschaftlichen Erfolg des Betriebes sicher zu stellen und nicht unablässig neue Gesetze umzusetzen, wenn es schon reichlich gesetzliche Regelungen gibt. „Alle Überlegungen, ein weiteres Teilzeitgesetz einzuführen, sind deshalb rundweg abzulehnen“, steht für den AV-Präsidenten fest.

Kontaktdaten:

Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen e. V.
Stadtkoppel 12
21339 Lüneburg
04131 / 872120
www.arbeitgeberverbandlueneburg.de

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