Ein vollbesetztes Foyer durften die Leitung und Leiter der einzelnen Sparten des Theater Lüneburg heute mittag vorfinden, als sie das Programm für die Spielzeit 2018 / 19 vorstellten. Gut 100 Personen hatten sich zur öffentlichen Pressekonferenz eingefunden.

Intendant und Geschäftsführer Hajo Fouquet eröffnete die Pressekonferenz und freute sich, das man in den letzten 8 Jahren, seit dem er das Haus leitet, die Zahl der Besucher um 35% und den Umsatz um 25 % steigern konnte. Zufrieden zeigte er sich auch darüber, das unter den Zuschauern viele aus der benachbarten Hansestadt Hamburg kommen, obgleich man dort auch eine Vielzahl von Theatern vorfinden kann. Dies, so Fouquet, würde die Qualität belegen, die das Ensemble sowohl im Großen Haus als auf der Jungen Bühne T.3 und dem T.NT abliefere.

Er sprach unter anderem über eine Fortsetzung des Musicals ‚Bonnie & Clyde‘, das im November Premiere feiern wird. Im Hinblick auf die Aufführung der Oper ‚Der Rosenkavalier‘, die im kommenden März ihre Premiere feiern wird, stellte der Intendant eine Zusammenarbeit mit dem Team der ‚Rote Rosen‘-Serie vor, die im Lüneburger Hafen gedreht wird.

Da es in dieser Spielzeit aus gesundheitlichen Gründen einige Ausfälle des Musicals Die Comedian Harmonists gegeben hat, wird das Stück auch in der nächsten Spielzeit auf dem Programm stehen: Am 5. Januar, sowie am 16. März und 27. April jeweils im Großen Haus.

Abgeschlossen wird der Reigen der Musicals mit dem Stück Singin‘ in the Rain, das am 29. Juni 2019 seine Premiere feiern und auch in der darauffolgenden Spielzeit zu sehen sein wird.

Hilke Bultmann, leitende Schauspiel-Dramaturgin, stellte anschließend die Premieren und Wiederaufnahmen in ihrer Sparte vor.

Dabei wird Die Nibelungen das Schwergewicht der kommenden Spielzeit darstellen. Nach der Premiere Ende September wird das Schauspiel von Friedrich Hebbel bis Januar 2019 insgesamt noch 11 mal aufgeführt. Jeweils 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung gibt es eine Einführung zu dem Stück

Ensemble tritt in besonderen Häusern auf

Für die Komödie Wir sind die Neuen, die 2014 von Ralf Westhoff verfilmt wurde, hat die Spartenleiterin eine Bühnenfassung geschrieben. In den Stück geht es um den steigenden Druck in der Leistungsgesellschaft, die aktuelle Wohnungsnot in den Städten und das Aufeinanderprallen von Generationen. Premiere wird am 3. November gefeiert, weitere 11 Vorstellungen gibt es bis zum 23. Januar kommenden Jahres.

Horváths Schauspiel Glaube, Liebe, Hoffnung ist das zentrale Stück der zweiten Hälfte der Spielzeit. Inclusive der ersten Aufführung Ende März 2019 wird es dann noch 7 Mal aufgeführt.

Eine Veränderung gibt es bei den besonderen Aktionen des Theaters. Aus ‚Wir lesen in ihren Häusern‚ wird Wir lesen in besonderen Häusern. Statt also bei den Zuschauern zuhause treten die Akteure des Theaters in besonderen Gebäuden auf. Als Beispiel nannte Bultmann die Feuerwehr oder die Polizei.

Als nächstes war dann mit Olaf Schmidt der Ballettdirektor an der Reihe, das Programm seiner Sparte vorzustellen.

Im T.3 wird sein Familienballett Die Schöne und das Biest Mitte September ihre Premiere feiern. Weitere Vorstellungstermine sind heute noch nicht bekannt.

Desweiteren wird der Publikumsmagnet Schneewittchen im November wieder in den Spielplan der jungen Bühne T.3 aufgenommen. Ebenso wieder ins Programm kommt Ein Sommernachtstraum, das insgesamt 4 Mal zur Aufführung gelangt.

Mit der Adaption des Romans Der Zauberberg von Thomas Mann hat sich Schmidt eine Aufgabe gestellt, die er selbst eigentlich als schlicht unmöglich ansieht. Was daraus geworden ist, können die Zuschauer ab dem 19. Januar 2019 in insgesamt einem Dutzend Vorstellungen bewundern.

Projekte mit der Alzheimer Gesellschaft Lüneburg und syrischen Flüchtlingen

Als eines von mehreren besonderen Projekten stellte Schmidt eine Tanzgala zugunsten der Alzheimer Gesellschaft Lüneburg vor, die am 6. April 2019 im Großen Haus stattfinden wird. Zudem gibt es unter dem Titel Stadtraumklang – EastWestDanceMelody jeweils einmal in Hitzacker und Lüneburg eine Tanzaufführung mit dem Syrian Expat Philharmonic Orchestra und den Lüneburger Symphonikern. Das Ballett des Theaters erarbeitet mit einer Gruppe syrischer Flüchtlinge eine Tanzchoreographie.

Weil die Schauspiele Tschick und Rico, Oskar und die Tieferschatten in der aktuellen Spielzeit sehr erfolgreich liefen, stehen sie auch 2019 im Spielplan des Theaters.

Sabine Bahnsen, ihres Zeichens Leiterin der Jungen Bühne T.3 und der Theaterpädagogik, stellte unter anderem das Stück Mongos vor. In dem Schauspiel von Sergej Gößner geht es um zwei Jugendliche, die sich in der Reha treffen. Der eine mit Multiple Sklerose, der andere nach einem Sportunfall vom Hals ab gelähmt. Und doch schaffen sie es, das zu tun, was Jungs als Teenager so treiben. Sie sind unzertrennlich, bis sich der eine wirklich verliebt und der andere bald entlassen werden soll.

Friedrich von Mansberg, stellvertretender Intendant und Chefdramaturg des Theaters, informierte dann noch über das Projekt Queere Kreuzzüge, einer Kooperation mit der Kulturfabrik Kampnagel aus Hamburg.

Zudem wird beim Projekt Theater trifft Museum nicht wie bisher nur eine Sparte des Hauses im Museum Lüneburg auftreten. Dieses Mal kann man beim Gang durch das Haus an der Willy-Brandt-Straße alle drei Sparten des Theaters bei Aufführungen bewundern.

Freunde des Ohnsorg-Theaters sollten sich den 13. Oktober 2018, den 22. Januar sowie den 4. Mai vormerken. Dann kommt das Ur-Hamburg Volkstheater mit drei Plattdeutschen Stücken zu Gastaufführungen nach Lüneburg.


Kontaktdaten:

Theater Lüneburg
An den Reeperbahnen 3
21335 Lüneburg
04131 / 752 - 0
theater-lueneburg.de

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