Pols und Dorendorf sprechen über Fackräftemangel

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Abgeordnete Pols und Dorendorf vor der Handwerkskammer
Der Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols (2.v.l.) und der Landtagsabgeordnete Uwe Dorendorf (2.v.r.) mit Kammerpräsident Detlef Bade (rechts) und Hauptgeschäftsführer Eckhard Sudmeyer

Das Handwerk steht vor dem Problem, das es immer weniger Nachwuchs findet.

Wie man seitens der Politik hier unterstützend eingreifen kann, das war Thema eines Gesprächs von Eckhard Pols und Uwe Dorendorf in der Handwerkskammer Lüneburg.

Der selbständige Glasermeister und Lüneburger Bundestagsabgeordnete Pols sowie sein Landtagskollege aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg waren sich einig, das

die Politik das Handwerk bei der Nachwuchsgewinnung besser unterstützen

muss, so der Glasermeister Pols. Das gelte auch für die Umsetzung der angekündigten Meisterprämie.

Kammerpräsident Detlef Bade forderte, das man

schnell Klarheit über die Modalitäten der Prämie

brauche, da man viele Anfragen dazu erhalte.

Studium günstiger als Meisterausbildung

Einigkeit herrschte auf beiden Seiten darüber, das finanzielle Unterstützung durch das Land nur ein erster Schritt sein kann. Pols sagte, das ein Studium nicht günstiger sein dürfe als die Meisterausbildung im Handwerk. Notwendig sei dafür eine Anpassung des Meister-BAföG. Er wolle sich auf Bundesebene dafür einsetzen, das das Aufstiegsförderungsgesetz geändert werde, um Lehrgangs- und Prüfungskosten vollständig ausgleichen zu können.

Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Eckhard Sudmeyer, warb zudem dafür, das eine Meistergründungsprämie eingeführt wird. Meistergeführte Betriebe seien Grundsätzlich wirtschaftlich tragfähiger und würden mehr ausbilden. Daher sollten Existenzgründungen und Betriebsübernahmen mit Meistertitel auch in Niedersachsen gefördert werden. In anderen Bundesländern wird dies schon länger so umgesetzt. Vor allem für den ländlichen Raum sei dies wichtig, um notwendige Versorgungstrukturen aufrecht zu erhalten.

Auch wie die duale Ausbildung gestärkt werden kann war Thema bei dem Gespräch. Dorendorf wies daraufhin, das es ein deutliches Zeichen sei, wenn ein Drittel der Studenten ihr Studium abbreche. Man brauche mehr Berufsorientierung, vor allem an den Gymnasien.

Von Kammerpräsident Bade kam der Hinweis auf eine gravierende Förderlücke im Bereich der Berufsschulen. Die Auszubildenden müssten Fahrt- und Unterbringungskosten selber tragen. Dies sei vor allem ein Problem in Ausbildungsberufen, in denen die Berufsschule weit entfernt sei. Das führe durchaus zu unbesetzten Ausbildungsplätzen.

Bade äußerte die Hoffnung, das die neue Landesregierung die Situation für die Auszubildenden verbessert.

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