Jugendliche treiben Arbeitslosenzahl hoch

Sommerzeit = Ferienzeit.

Das macht sich alljährlich besonders auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Schulabgänger und Jugendliche die ihre Ausbildung abgeschlossen haben, sorgen für eine steigende Zahl bei den Arbeitslosen.

Im Geschäftsbereich Lüneburg – Uelzen der Agentur für Arbeit stieg deren Zahl im Juli um 520 auf 15.696 Männer und Frauen. Dies bedeutet einen Zuwachs von 3,4 %. Im Jahresvergleich nahm die Arbeitslosenzahl jedoch um 2,6 % bzw. 424 Personen ab. Die Arbeitslosenquote lag damit bei 5,3 % und nahm gegenüber dem Monat Mai um 0,2 % zu. Im Juli 2016 war eine Quote von 5,4 % errechnet worden.

Unterteilt man die Zahlen nach Rechtskreisen, so waren bei der Arbeitslosenversicherung (SGB III) 6.174 Personen gemeldet – ein Zuwachs um 372 Personen bzw. 6,4 %. Verglichen mit Juli 2016 erhöhte sich deren Zahl um 475 Menschen oder 8,3 %. Im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) lag die Zahl der Arbeitslosen Menschen bei 9.522 Personen. Sie nahm um 148 Menschen bzw. 1,6 % zu. Im Vorjahr waren hier 899 Personen (8,6 %) mehr arbeitslos gemeldet. Hierbei wird daraufhin gewiesen, das die Zuständigkeiten hinsichtlich der Aufstockenden Personen zum Jahresbeginn gewechselt haben. Diese werden jetzt von den Arbeitsagenturen und nicht mehr von den Jobcentern betreut.

Von den 15.696 Personen waren in der Hauptagentur Lüneburg – Uelzen für den Landkreis Lüneburg 5.311 Personen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Mai bedeutet dies eine Zunahme um 125 Menschen oder 2,4 %. Im Juli 2016 waren 332 Personen weniger Arbeitslos gemeldet (- 5,9 %). Damit liegt die Arbeitslosenquote im Landkreis Lüneburg bei 5,6 %, und damit um 0,1 % über dem Wert von Mai und 0,3% unter den Vorjahreszahlen.

Mehr als 2000 Jugendliche ohne Job

Im Bereich der Jugendlichen bis 25 Jahre waren im gesamten Agenturbezirk 2.011 Personen ohne einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz gemeldet. Dies bedeutet gleichsam eine Zunahme im Vergleich mit dem Vormonat (+ 443 Personen / 28,3 %) wie mit dem Vorjahresmonat (+ 14 Personen / 0,4 %).

Trotzdem stellen diese Zahlen ein Allzeittief dar, wie der Geschäftsführer der Lüneburger Agentur für Arbeit, Bernd Passier, klar macht. Noch nie habe es im Agenturbezirk Lüneburg – Uelzen in einem Juli weniger als 16.000 Arbeitslose gegeben.

Mit 4.967 gemeldeten freien Stellen konnte man fast den Rekordstand von Mai erreichen. Dafür sorgten auch 1.337 neu hinzugekommene Meldungen im Juli. Im Jahresvergleich nahm die Zahl der zur Verfügung stehenden Stellen um 5,4 % zu.

Auf dem Ausbildungsmarkt hingegen suchen noch 949 unbesetzte Plätze auf einen Auszubildenden. Auf Lüneburg entfallen davon 258 freie Azubi-Stellen.

Jugendliche, die jetzt noch nach einem freien Ausbildungsplatz suchen, rät Passier, unbedingt die Berufsberatung aufzusuchen. Hier könne den Jugendlichen Alternativen aufgezeigt werden, falls im Wunschberuf kein freier Platz mehr zu finden ist.

Gestiegen ist im Landkreis Lüneburg auch die Zahl der Unterbeschäftigten. Dies sind Arbeitslose und Personen, die sich in Arbeitsmarktmaßnahmen, beruflicher Weiterbildung oder Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen befinden. Ihre Zahl belief sich im Juli auf 7.460 Personen. Im Juni waren es 58 Menschen weniger, – 0,8 %. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergaben sich keine prozentualen Veränderungen, da hier nur 2 Personen mehr gemeldet waren.