In weiten Teilen des Landkreises Lüneburg sind Bürger und Unternehmen noch immer auf der Kriechspur unterwegs, wenn es um das schnelle Internet geht.

Doch dieser Zustand soll sich nach dem Willen der Verantwortlichen möglichst schnell ändern.

Um die ambitionierten Pläne in die Tat umzusetzen hat sich der Landkreis die Telekom als Vertragspartner für den Netzausbau ausgesucht. De Mitglieder des Kreistages entschieden sich am vergangenen Mittwoch einstimmig dafür, dem rosa Riesen den Zuschlag für den Breitbandausbau zu erteilen.

Laut dem Ersten Kreisrat Jürgen Krumböhner hat die Telekom nicht nur das attraktivste Angebot vorgelegt. Das Bonner Unternehmen verfüge gleichzeitig über alle technischen Möglichkeiten und die notwendigen Vermarktungsstrukturen.

Demnächst steigt man mit dem geplanten Partner in die Vertragsverhandlungen ein, bei denen die letzten Details geklärt werden sollen.

Während der Markteinführungsphase wird die Telekom den Kunden anbieten, kostenlose Hausanschlüsse zu legen. Wer also schnelles Internet haben möchte, braucht für den Anschluss von der Straße ans Haus in der ersten Zeit keine Gebühren zu zahlen. Nach der Einführungsphase werden diese Arbeiten dann kostenpflichtig sein.

Möglich macht den flächendeckende Ausbau eine sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke, die vom Landkreis gefördert wird. Die Wirtschaftlichkeitslücke ist das Geld, welches die Kommune dem Unternehmen zahlt, um in der Fläche schnelles Internet zu installieren. Im Falle des Landkreises Lüneburg geht es hier um einen Betrag von 16,7 Mio. Euro, von denen der Bund mit 8,36 Mio. ca. die Hälfte übernimmt. Landkreis und Kommunen übernehmen jeweils 3,17 Mio. €.

In den Genuss des Ausbaus seitens der Telekom kommen im Landkreis folgende Regionen:

  • Stadt Bleckede
  • SG Dahlenburg
  • SG Ilmenau – ohne Deutsch Evern
  • SG Scharnebeck
  • SG Ostheide – ohne Wendisch Evern
  • Gemeinde Amelinghausen
  • Amt Neuhaus mit dem Ortsteil Stiepelse

Im Anschluss an die Vertragsverhandlungen muss der Kreistag dem Vertrag noch endgültig absegnen.

Sofern dies zügig geschieht, könnte der Ausbau bis Ende 2018 abgeschlossen sein.