Betrüger täuschen mit falscher Notrufnummer

Nach Harburg und Uelzen jetzt auch im Landkreis Lüneburg

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gefälschte Notrufnummer der Polizei

Der Enkeltrick ist momentan out! Mittlerweile ist diese Betrugsmasche wohl nicht mehr so durchschlagskräftig wie noch vor ein paar Jahren.

Bei dieser Masche gaukeln die Betrüger vor allem älteren Mitbürgern vor, ein naher Familienangehöriger zu sein, der in der finanziellen Klemme steckt, und dem man doch mit einer drei- oder besser noch vierstelligen Summe aushelfen möge. Und weil man selbst entweder nicht in der Nähe oder anderweitig verhindert sei, komme ein Freund vorbei, der das Geld abholt.

Doch die Gauner lassen sich immer wieder etwas neues einfallen!

2014 berichteten wir über eine Masche, bei der sich die Gauner als Ermittler ausgeben, die gegen einen Bankmitarbeiter ermitteln würden, und man diesen mit Hilfe des ausgespähten Opfers überführen will.

In Buchholz mehrere tausend Euro Bargeld und Goldmünzen erbeutet

Mittlerweile aber haben die Betrüger technisch aufgerüstet. Mit der Technik des Spoofings täuschen sie durch die anzeige einer falschen Notrufnummer im Display des Telefons vor, von der Polizei zu sein.

Hierbei wird der Notrufnummer 110 der Polizei die jeweilige Vorwahl des Kreises vorangestellt. Doch diese Nummer als solches existiert nicht.

In den letzten Tagen berichten verschiedene Medien über Fälle in den Landkreisen Harburg und Uelzen. Mittlerweile soll es auch in Stadt und Landkreis Lüneburg versuche mit dieser Masche gegeben haben.

Die Betrüger gaukeln ihren Opfern vor, das man die Daten des Angerufenen bei einem Einbrecher gefunden habe, den man gerade Dingfest machen konnte. In anderen Fällen lautet die Geschichte, das es gerade im näheren Umfeld des Angerufenen einen Einbruch gegeben habe, und man seine Wertsachen – die man vorher im Gespräch erfragt hat, doch am besten in Sicherheit bringen soll.

Hierzu würde man einen Beamten vorbeischicken, der die Wertgegenstände abhole.

Um der Geschichte dann einen seriösen Anstrich zu geben, meldet sich kurze Zeit nach dem ersten Telefonat ein angeblicher Staatsanwalt beim Opfer. Danach erscheint der angebliche Polizist beim Opfer.

Bei einem Fall in Buchholz in der Nordheide (Landkreis Harburg) hatten die Täter großen Erfolg.

Eine Seniorin übergab dem falschen Beamten mehrere tausend Euro. Dazu überreichte sie ihm noch Goldmünzen, deren Wert sich ebenfalls auf mehrere tausend Euro beziffert.

Name und Dienststelle notieren und der echten Polizei melden

In den Fällen aus den Landkreisen Uelzen und Lüneburg sollen die Betrüger in keinem einzigen Fall erfolgreich gewesen sein. Die Opfer meldeten sich bei der richtigen Polizei.

Diese warnt nun eindringlich davor, persönliche Daten am Telefon herauszugeben oder über Wertgegenstände Auskunft zu geben.

Statt dessen soll man sich Name und Dienststelle des Anrufers geben lassen, das Telefonat beenden und die richtigen Beamten über den Betrugsversuch informieren.

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