Angebliches Schreiben vom Bundeskriminalamt

Aufforderung, Geld und Wertsachen außerhalb der Wohnung zu deponieren

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Angebliches Schreiben des Bundeskriminalamtes

Die Methoden, mit denen Kriminelle versuchen an Geld und Wertsachen der Bürger zu gelangen, sind Mannigfaltig.

Vom sogenannten Enkeltrick, bei denen angebliche Verwandte einen Boten vorbei schicken, um dringend benötigtes Bargeld abzuholen, bis zu falschen Handwerkern oder weiteren Varianten.

Jetzt sind Schreiben aufgetaucht, die angeblich vom Bundeskriminalamt (BKA) stammen, und in denen dem Adressaten mitgeteilt wird, das man eine Anzeige wegen bandenmäßigen und schweren Einbruchdiebstahls bearbeiten würde.

Man hätte in Zusammenarbeit von BKA und dem Sondereinsatzkommando mehrere ‘gefährliche’ und gesuchte Straftäter im In- und Ausland festnehmen können. Diese seien ‘hochgradig professionell’.

Unterlagen bezüglich des Adressaten versiegelt

Bei Hausdurchsuchungen bei den festgenommenen habe man auch betreffend dem Adressaten diverse Unterlagen beschlagnahmt und versiegelt.

Um u. a. über die Tricks der Betrüger informiert zu werden, solle man eine Rufnummer in Wiesbaden mit der Vorwahl 0 611 kontaktieren.

Doch dies zu tun, davor warnt die Polizei eindringlich. Denn dies ist keine Telefonnummer des BKA, sondern führe zu Call-Centern im Ausland.

Wer dort anruft, dem wird geraten, sein Geld und seine Wertsachen außerhalb der eigenen Wohnung zu deponieren, um es vor Einbrechern zu schützen. BKA-Beamte würden dann die Wertgegenstände unbemerkt zur Vermögenssicherung abholen und aufbewahren.

Sofern diese Masche erfolgreich verläuft, melden sich die Betrüger noch einmal mit der angeblichen Telefonnummer des Bundeskriminalamtes, und würden die Betroffenen auffordern, ihre Wohnungen und Häuser für einen bestimmten Zeitraum zu verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen.

Adressat soll zur eigenen Sicherheit das Haus auf Zeit verlassen

In den erwähnten Zeiträumen würden dann in die Wohnungen eingebrochen.

Weil es sich um verdeckte staatliche Ermittlungen handeln würde, so die Betrüger in dem Schreiben, wäre man nach §203 des Strafgesetzbuches zu Verschwiegenheit verpflichtet. Man dürfe keine Informationen mit Dritten teilen, vor allem nicht per Telefon oder Handy, da diese abgehört werden könnten.

Das BKA und die Polizei raten dringend davon ab, die in dem Brief genannte Telefonnummer anzurufen.

Das BKA fordert keinen Bürger auf, Geld oder Wertgegenstände herauszugeben, um diese zu Sichern. Auch erfolge zu keinem Zeitpunkt die Aufforderung, das Haus oder die Wohnung zu verlassen.

Sollte man unter Druck gesetzt werden und Konsequenzen angedroht werden, soll man den Kontakt abbrechen und die nächste Polizeidienststelle informieren. Gleiches gilt für den Fall, das man bereits Opfer der Betrugsmasche geworden ist.

Das dieses Schreiben nicht echt ist, lässt auch die – trotz der professionellen Aufmachung – teilweise mangelhafte Rechtschreibung erkennen.

So ist im Fuß des Briefes von einer Packet-Adresse die Rede, und statt von einer Strassenbahn-Haltestelle wird dort von einer Zughaltestelle geschrieben.

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