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Polizeistatistik für 2016 durchwachsen

2017-03-31T18:56:30+00:0015. Februar 2017|Kategorien: Aus der Region|Tags: , , |0 Kommentare

Insgesamt leicht gesunken ist die im Bereich der Polizeidirektion (PD) Lüneburg erfassten Straftaten im Jahr 2016. Die PD ist unter anderem zuständig für die Landkreise Celle, Harburg, Heidekreis, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Rotenburg, Stade und Uelzen.

Die Zahl der Straftaten sank von 83.174 im Jahr 2015 auf 82.444 im vergangenen Jahr. Im Gegenzug konnten die Beamten 0,73 % mehr Fälle aufklären als im Jahr zuvor.

Insgesamt konnten 33.296 Tatverdächtige ermittelt werden. Davon waren 25.816 Personen über 18 Jahre alt. 3.266 Heranwachsenden sowie 3.218 Jugendlichen und 996 Kindern konnten Strafdelikte nachgewiesen werden. Ungefähr 3/4 der ermittelten Täter haben die deutsche Staatsangehörigkeit.

Rückgang der Straftaten um fast 1%

Wie Direktions-Präsident Robert Kruse sagte, habe sich die Befürchtung, das sich mit dem Zuzug von Flüchtlingen die Wahrscheinlichkeit erhöhe, Opfer einer Straftat zu werden, nicht erfüllt.

Während die Zahl der Diebstähle um 7,8 % bzw. 2.349 auf 30.096 sank, sank die Zahl der Wohnungseinbrüche im gleichen Zeitraum um 84 Fälle auf 3260. Davon konnte fast ein fünftel aufgeklärt werden.

2016 wurden insgesamt 3.804 Flüchtlinge als Tatverdächtig registriert. Sie gelten für 5.369 Straftaten als Tätet. Diese Zahl umfasst allerdings auch den Tatbestand des illegalen Aufenthaltes. Rechnet man dieses Delikt heraus, bleiben 3.302 Flüchtlinge als Tatverdächtige übrig.

Der Bereich der Cyberkriminalität verzeichnet einen sehr starken Anstieg um fast 1/3. 2.780 Fälle mehr als 2015 gab es im vergangenen Jahr. So das diese Zahl auf 7.934 Delikte anstieg

Maßgeblich hierfür ist unter anderem ein Fall im Bereich der Polizeiinspektion Harburg. Hier hatte ein Tatverdächtiger im großen Stil Ballonfahrten über das Internet verkauft, diese aber anschließend nicht durchgeführt. Insgesamt soll der Man mehr als 3.000 Kunden betrogen haben.

Der Fall konnte erfolgreich aufgeklärt werden.

Auch ein, von einer kriminellen Vereinigung durchgeführter, massenhafter Angriff auf Online-Banking-Kunden sorgte für den sprunghaften Anstieg der Fallzahlen. Auch in diesem Fall konnten Tatverdächtige dingfest gemacht werden.

Cyber-Kriminelle auf dem Vormarsch

Um fast 10 % stieg die Zahl der sogenannten Rohheitsdelikte. Hierunter fallen Raub, Körperverletzung und Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Allerdings gelingt es hier der Polizei in hohem Maß, diese Straftaten aufzuklären. Die Aufklärungsquote liegt bei 90,34 %.

Vor allem Fälle von Körperverletzungen sorgten hierbei mit einem Plus von 9,34 % auf 8.566 Fälle für den starken Anstieg der Vergehen. Deutlich haben hier die Delikte unter Flüchtlingen innerhalb der Unterkünfte zugenommen.

Zugenommen hat auch die Anzahl der gegen Polizeibeamte gerichteten Straftaten. Sie stieg um 15% auf 494 Fälle (2015: 428). Diese Tatsache wird von den Verantwortlichen mit großer Sorge gesehen. Eine Verschärfung der Strafen sowie der Einsatz von sogenannten Bodycams soll, so hofft man, die Zahl der Delikte eindämmen.

Einen leichten Anstieg muss die Statistik im Bereich der Sexualdelikte verzeichnen. So nahmen die Straftaten in diesem Bereich um 28 auf 802 Fälle zu. Gesunken ist erfreulicherweise die Zahl der Tatverdächtigen im Kindes- und Jugendalter. Sie sank allerdings nur leicht um 167 auf 4.214 Personen.

Das Resümee von Polizeipräsident Kruse lautet daher im Allgemeinen, das die Bürger im Bereich der Polizeidirektion in einer sicheren Region leben, die von gut ausgebildeten und engagierten Polizeibeamtinnen und -Beamten kontrolliert wird.

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