Am Wochenende feiern die Schützen in Deutsch Evern wieder ihr Schützenfest. Doch es wird etwas anders sein als in den letzten Jahren. Der Verein hat das Programm auf 2 Tage zusammengeschrumpft – aus Kostengründen.

Bislang wurde das Fest der Schützen in Deutsch Evern immer am Freitagabend gestartet. Begleitet von einem Musikzug zogen die jüngsten mit ihren Laternen vom Dorfplatz bzw. dem Alten Landhaus zum Festplatz, nachdem es eine Andacht mit dem örtlichen Pastor gab. Nachmittags fand schon das Fest für die Kleinsten statt. die etwas größeren und die Jugendlichen ermittelten schon an diesem Tag ihre Besten.

Nun muss auch der Deutsch Everner Verein den Zeichen der Zeit Tribut zollen, und aus Kostengründen das Programm straffer gestalten. Auch, um am Samstag und Sonntag nicht all zuviel Leerlauf entstehen zu lassen. Am Freitag finden daher keine Festivitäten mehr statt.

Der neue Ablauf sieht nun vor, das die alten Majestäten am Samstag verabschiedet werden. Im Gegensatz zu früher ohne Einmarsch, bzw. Abholung. Um 13 h folgt dann ein Flohmarkt.

Während die kleinsten dann ihr Kinderfest feiern, eine Schulband ihren Auftritt in der Festhalle hat, werden die einzelnen Majestäten ermittelt.

Laternenumzug und Andacht nun Samstags

Um 17 h erfolgt dann die offizielle Eröffnung und Begrüßung u. a. durch die Bürgermeisterin. Hier schließt sich gleich die Proklamation der Könige und Königinnen an. Um 19:30 findet eine Andacht mit Pastor Mertin statt, gefolgt vom Laternenumzug, Kinderdisco und Kommersabend.

Der Sonntag hat sein grundlegendes Gesicht behalten. Nachdem die Schützen ihre neuen Majestäten abgeholt und die auswärtigen Gäste zum Frühstück empfangen haben, startet der Umzug durch den Ort.

Eine Kaffee- und Kuchentafel beschließt dann das diesjährige Fest.

In einem Kommentar zum Thema in einer Diskussion auf der Facebookseite ‚Alte Deutsch Everner‘ hat sich Kommandeur Markus Reck bereits als großteils Verantwortlicher für die neue Struktur erklärt.

Er erklärt das gestraffte Programm mit den stetig steigenden Kosten bei gleichbleibenden bzw. sinkenden Einnahmen. Gleichzeitig kündigte er an, das am Festhalle ein Fragebogen ausliegen wird, welchen er persönlich auswerten und dessen Antworten er in die Planungen für das kommende Jahr einfließen lassen werde.

Ausgaben schlagen Einnahmen

Die Kürzung des Schützenfestes führte auf der besagten Facebookseite zu einer Diskussion über die Dorfgemeinschaft, die in den Augen der Kommentatoren in den letzten Jahren stark zurückgegangen sei.

Das Dorf, so ein Kommentar, sei in den letzten Jahren, trotz des starken Zuzugs neuer Einwohner, zum Schlafdorf mutiert, das nicht viel zu bieten habe. Andere Kommentare beklagen das viele Einwohner nur noch ihre Rechte an einer Dorfgemeinschaft sähen, nicht aber ihren Pflichten nachkämen.

Als mitschuldig für das schwindende Gemeinschaftsgefühl wird neben der trennenden Bahnlinie auch das Kleinklein in den einzelnen Vereinen kritisiert, befeuert von den persönlichen Eitelkeiten der führenden Vereinsmitglieder.

Gleichzeitig wird dazu aufgerufen, sich zusammen zu tun und Aktivitäten zu planen, die dem Wort Dorfgemeinschaft wieder einen Sinn und Inhalt verleihen.

Gerne kann zu dem Thema natürlich auf Facebook oder dem Forum des Magazins diskutiert werden