Wie zu der Jahreszeit eigentlich üblich, ist die Zahl der Menschen ohne sozialversicherungspflichtigem Arbeitsverhältnis im Januar gestiegen.

16.937 Personen waren im Januar 2015 Arbeitslos gemeldet. Damit beträgt die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Lüneburg – Uelzen der Agentur für Arbeit 5,7 %. Das bedeutet einen Anstieg um satte 10 % bzw. 1.535 Personen. Im Vergleich zum Januar 2015 heißt dies aber auch einen Rückgang um 720 Jobsuchende oder -4,1 %,

Ein starkes Gefälle gibt es aufgrund der von der Witterung betroffenen Branchen zwischen der Zahl arbeitslos gewordener Männer und Frauen. Stieg die Quote bei der weiblichen Bevölkerung um 7,3%, so schnellte sie bei den Männern aufgrund der Freistellungen in der Baubranche und der Landwirtschaft um 12 % in die Höhe.

Zu den Witterungsbedingten Anstiegen kommen das Ende der 3,5-jährigen Ausbildungsverhältnisse. Bei den unter 25jährigen schoss die Zahl der Arbeitslos gemeldeten Personen um 142 bzw. 10,3 % nach oben. Dies bedeutet eine Jugendarbeitslosigkeit von 1.527 Menschen. Dies entspricht jedoch 51 Jugendlichen weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Höhere Zahlen als im Dezember – aber weniger als im Januar 2015

Hoffnung, das die Zahl nach der kalten Jahreszeit wieder sinken wird, macht die gestiegene Zahl der als Frei gemeldeten Stellen. Gegenüber dem Dezember nahm sie um fast 800 bzw. fast 28% (797 / 27,7%) zu. Zieht man den Januar des letzten Jahres als Vergleich heran, so gab es einen Stellenzuwachs um ein fünftel bzw. 3.852.

Das Schicksal der gestiegenen Arbeitslosenzahlen teilen sich diesmal, anders als zu anderen Zeiten des Jahres, alle 4 Landkreise, die zum Agenturbezirk Lüneburg – Uelzen zählen.

Im Landkreis Harburg stieg die Zahl der Arbeitslosen Personen um 8,7 %, Lüchow-Dannenberg musste einen Zuwachs um 9,1 verzeichnen, während Lüneburg 10,2 % mehr Menschen ohne Job zu verkraften hat und der Landkreis Uelzen sogar 12,6%.

Zum Januar 2015 bedeuten diese Zahlen allerdings wiederum eine Rückläufige Tendenz. Lüchow-Dannenberg hatte im Januar 2016 9,1% weniger Jobsuchende, der Landkreis Lüneburg 3,1%, Harburg 3,8% weniger und Uelzen 3%.

Unterteilt nach SGB III (ALG I) und SGB II (Hartz IV) ergibt sich folgendes Bild:

6.289 Personen waren Bezieher von Arbeitslosengeld, während 10.648 Menschen auf Hartz IV-Leistungen angewiesen waren.

Für den Bereich des SGB III bedeutet dies einen Zuwachs von 986 Personen bzw. 18,6 %. Im Bereich SGB II waren 548 Menschen mehr auf den Bezug von Hartz IV angewiesen, insgesamt 10.648. Gegenüber dem Januar des letzten Jahres gingen die Zahlen um 339 Menschen / 5,1 % im Bereich SGB III und um 381 Personen bzw. 3,5 % im Zuständigkeitsbereich des SGB II ab.