Weil der Fahrer vermutlich einem Reh ausweichen wollte, kam es gestern abend gegen viertel nach acht zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen Hittbergen und Wendewisch.

Mit 70 Einsatzkräften waren Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort, um die insgesamt vier Insassen aus dem völlig zertrümmerten Fahrzeug zu bergen. Dabei kamen die beiden Insassen, die auf der Fahrerseite gesessen hatten, mit leichten Verletzungen davon. Die zwei auf der Beifahrerseite sitzenden Personen konnten erst nach einer bzw. zwei Stunden an den Rettungsdienst übergeben und ins Krankenhaus gefahren werden.

Das Fahrzeug war nach dem vermeintlichen Ausweichversuch gegen einen Baum geprallt und noch 30 m weitergeschleudert worden, bevor es auf der Beifahrerseite liegen blieb.

Fahrzeug mit Muskelkraft auf die Räder gestellt

Obwohl der Einsatzleiter der Bleckeder Feuerwehr noch den Rüstwagen aus Scharnebeck mit weiterem Hydraulikgerät nachalarmierte, gelang es den Feuerwehrleuten nicht, den eingeklemmten Beifahrer aus dem Fahrzeug zu befreien. Erst mit Hilfe von Seilwinden und mit der Muskelkraft von mehr als 30 eingesetzten Rettungskräften konnte das Fahrzeug in Zeitlupentempo wieder auf die Räder gestellt und der vierte Insasse aus dem total demolierten Fahrzeug geborgen werden.

Während der Bergungsarbeiten sicherten weitere Feuerwehrkräfte unter Atemschutz das Fahrzeug, um den Brandschutz wegen des auslaufenden Kraftstoffs und der Kurzschlüsse im Motorraum sicherzustellen.

70 Einsatzkräfte, darunter vier Rettungswagen, zwei Notärzte, der leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst waren drei Stunden im Einsatz.