Es kommt: Das 3. Gleis zwischen Lüneburg und Uelzen soll Realität werden.

Dafür haben sich die Teilnehmer des Dialogforums Schiene Nord auf der letzten Sitzung in Celle ausgesprochen. Bahn, Bund und das Land Niedersachsen sicherten zu, das die Umsetzung der Pläne sobald als möglich erfolgen soll.

Das heißt – vor allem für die Anwohner in Deutsch Evern – um die Hälfte bis das doppelte mehr an Zugpassagen pro Tag. Von derzeit etwas mehr als 300 Durchfahrten könnte ihre Zahl auf fünfhundert oder gar auf sechs- bis siebenhundert Passagen steigen.

Wirtschaftsminister Olaf Lies begrüßte die Entscheidung, die auf einer breiten Zustimmung von 90% der Forumsteilnehmer basiert, und sicherte zu, das alle Varianten, die vom Forum verworfen wurden, unter Garantie auch nicht gebaut würden.

Um die Planungen voranzutreiben, gibt das Land Niedersachsen 10 Mio. Euro frei.

Möglichst viele Gewinner – und wenige Verlierer

Auch der Vertreter der Deutschen Bahn begrüßte die Entscheidung. Aber man solle, auch mit Hilfe eines aus den Teilnehmern des Forums bestehenden Beirates, versuchen, das es möglichst viele Gewinner und möglichst wenig Verlierer gibt.

Zu den eindeutigen Verlieren zählen heute schon die Bürger von Deutsch Evern. Nicht nur, das sie am Forum gar nicht aktiv mitmischen konnten, nun wird ihr Ort auch noch weiter von der Bahn zerschnitten. Die mit dem zusätzlichen Gleis wachsenden Lärmschutzwände werden die beiden Dorfhälften noch mehr trennen.

Der Bürgermeister der Samtgemeinde Bothel machte in einer Rede noch einmal deutlich, das das Ergebnis des Forums weder verhandelbar noch zerlegbar sei. Und er forderte die Gegner der Alpha-Variante auf, darauf zu verzichten, ihre Ellenbogen einzusetzen.