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Landkreis probt Wetterkatastrophe

2017-04-03T21:48:15+02:0017. Oktober 2015|Kategorien: Landkreis Lüneburg|Tags: , , , , |0 Kommentare

Die Lage:

Seit drei Tagen hat es fast ununterbrochen geschneit, Schneehöhen von 50 cm sind im Gebiet des Landkreises eher die Regel als die Ausnahme. Hinzu kommt ein pfeifender Wind der Stärke 10, der den Schnee Gebietsweise auf bis zu 5 m Höhe aufgetürmt und die Temperaturen auf -20 °C gedrückt hat.

Das ist nicht die aktuelle Wetterlage, sondern Teil eines angenommenen Szenarios einer Stabsübung mit dem Namen Wetterschlag des Landkreises.

Das Drehbuch dieser Übung sieht vor, das besonders die Gebiete um Scharnebeck, Bleckede und dem Amt Neuhaus von diesem winterlichen Extrem betroffen sind. Hier ist das öffentliche Leben zum Stillstand gekommen, Straßen sind nur mit schwerem Gerät passierbar. Während die Feuerwehr seit zwei Tagen im Dauereinsatz ist, hat der Winterdienst die Arbeit eingestellt. Polizei und Rettungsdienst sind nur begrenzt einsatzfähig.

Schneehöhen von 50 cm – Region zum Katastrophengebiet erklärt

Stellenweise sind bereits Hallendächer und Garagen eingestürzt, bzw. stehen kurz vor dem Zusammenbruch.

Der Landrat erklärt die genannte Region nach eingehender Beratung und Telefonkonferenzen mit den Bürgermeistern zum Katastrophengebiet. Mit einer Ausdehnung dieses Gebietes ist zu rechnen.

So sieht die Thematik aus, mit der sich die Technische Einsatzleitung (TEL) sowie der Stab des Hauptverwaltungsbeamten des Landkreises – dem Landrat, THW und Rettungsdienste in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Scharnebeck auseinanderzusetzen hatte.

In Bleckede liefern die 7 örtlichen Feuerwehren weitere fiktive Lagen und Anforderungen an die örtliche Einsatzleitung (ÖEL), welche im Bleckeder Feuerwehrhaus eingerichtet wurde.

schnelle Information der Bürger besonders wichtig

Die Öffentlichkeit, das hat man aus dem Hochwasser 2013 gelernt, wird über sämtliche soziale Kanäle (twitter, Facebook und natürlich auch über die Homepage) schnell und umfassend über die aktuellen Übungslagen unterrichtet und informiert.

Stadtbrandmeister Henning Banse war anschließend zufrieden, wie die Übung verlaufen ist. Für ihn war sie eine gute Möglichkeit, die Kommunikation zwischen technischer Einsatzleitung und den Unterabschnitten der Bleckeder Feuerwehr zu üben. Die digitale Kommunikation hatte bestens funktioniert.

Die Abläufe in solchen Katastropheneinsätzen werden mit Hilfe der Ergebnisse weiter optimiert

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