Lebenslang plus besondere Schwere der Schuld verhängt

Landgericht Lüneburg spricht Urteil im Lüneburger Doppelmord-Prozeß

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2038
Gefängnisgitter

Lebenslang mit dem Zusatz ‚Besondere Schwere der Schuld‘!

So lautet das Urteil des Lüneburger Landgerichts im Prozess um den Doppelmord von Kaltenmoor.

Damit kann der Angeklagte Iraker jesidischen Glaubens nicht damit rechnen, nach Verbüßung der 15 Jahre auf freien Fuß zu kommen.

Der 38jährige hatte im Januar diesen Jahres sowohl seine 32 Jahre alte Ehefrau wie auch deren 33 Jahre alte Freundin in der gemeinsamen Wohnung mit 40 Messerstichen ermordet.

Als Grund sieht die Kammer an, das der Angeklagte der Meinung war, die Freundin seiner Ehefrau hätte diese dazu überredet, sich von ihrem Mann zu trennen und zum christlichen Glauben überzutreten. Zudem hielt die Kammer dem geständigen Mann vor, über Jahre eine Atmosphäre der Angst verbreitet zu haben.

Laut einer im Prozess verlesenen Erklärung des Angeklagten habe er sich von den Frauen verhöhnt gefühlt und Angst gehabt, seine Kinder zu verlieren. Den von der Anklage erhobenen Vorwurf, er habe die Freundin seiner Frau getötet um diese aus Angst an sich zu binden und vom Glaubenswechsel abbringen zu können, nannte der Verteidiger absurd.

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