Fitnesskur für Lüneburger Hafen

Hafengesellschaft investiert 2,4 Mio. Euro für Renovierung der Anlagen

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Gleise mit Güterwaggon

Mit rund zweieinhalb Millionen Euro will die Hafen Lüneburg GmbH die Anlagen im Lüneburger Gewerbegebiet Hafen fit für die Zukunft machen.

Die Gesellschaft ist verantwortlich für die Infrastruktur des baulich größten Hafens am Elbe-Seiten-Kanal mit eigenem Hafenbecken und den mehrere Kilometer umfassenden Gleisanlagen. Aber auch die durch die Goseburg führende Industriebahn fällt in ihr Zuständigkeitsgebiet. Beide Bahnen sind direkt an die Hauptverkehrsachse der Deutschen Bahn angeschlossen.

Auf den Gleisen an der Elso-Klöver-Straße können zeitgleich mehrere Züge mit bis zu 750 m Zuglänge abgefertigt werden.

Nicht nur, weil die Raiffeisen GmbH den Bau eines Düngemittelzentrums im Lüneburger Hafen plant, geht die Gesellschaft davon aus, das der sich abzeichnende positive Entwicklungstrend – der Umschlag wird sich nach 2014 mit 35 tsd. t auf schätzungsweise 60.000 t im laufenden Jahr fast verdoppeln – sich auch in Zukunft fortsetzen wird.

Denn auch die sonstigen Anlieger im Gewerbegebiet haben den Nutzen der vor der Firmentür liegenden Gleisanlagen wieder für sich entdeckt und wollen ihre Produkte zukünftig wieder verstärkt über die Bahn abfertigen lassen.

Nachlässigkeiten der Vergangenheit abarbeiten

Der hohe finanzielle Aufwand, für den sich die Gesellschaft Zuschüsse von Land und Bund erhofft, ist notwendig, da die Anlagen mit ihren Holzschwellen nach nicht ganz 4 Jahrzehnten den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügen.

Einzig das Hauptgleis im Gewerbegebiet Hafen wurde bereits in 2013 nach einem Unfall auf den neuesten Stand gebracht.

Aber auch die Industriebahn in der Goseburg, über die der Autozulieferer Yanfeng – ehemals Johnson Controls – seine produzierten Güter verschickt, muss fit gemacht werden. Wobei sich die Kosten hier in Grenzen halten, da die Bahn zuletzt 2004 überholt wurde.

Desweiteren ist vorgesehen, das Gelände am Hafenbecken einzuzäunen, um Anlagen und Fördertechnik des Düngemittelzentrums zu schützen. Auch will man eine Ladestraße errichten, um die Güterwaggons auch von der Seite beladen zu können.

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