Seit einigen Jahren kämpfen die Anwohner der Lüneburger Ostumgehung zwischen den Anschlussstellen Lüneburg-Kaltenmoor und Lüneburg-Adendorf für ein Tempolimit von 80 km/h. Trotz einer gegensprüchlichen Entscheidung des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums will die Bürgerinitiative weiterkämpfen.

Auf der Lüneburger Ostumgehung gilt seit ihrem Bau vor 20 Jahren ganztägig Tempo 100.

Zwischen den Anschlussstellen Kaltenmoor und Adendorf kämpfen die Anwohner seit einigen Jahren im Rahmen einer Bürgerinitiative für ein Tempolimit von 80 km/h im bewohnten Bereich der Bundesstraße 209. Zur Zeit liegt dort die Geschwindigkeitsbegrenzung bei 100 km/h.

Seit 2 Jahren prüft das niedersächsische Wirtschaftsministerium, ob eine Absenkung des Tempolimits in Frage kommt. Die letzten Nachrichten aus Hannover lassen jedoch erwarten, das es bei der jetzigen Höchstgeschwindigkeit bleibt.

Als Gründe für eine wahrscheinliche Absage an die gewünschte Geschwindigkeitsbegrenzung gibt das Ministerium an, das der Abschnitt kein Unfallschwerpunkt sei, und die erlaubten Grenzwerte für die Lärmbelästigung nicht überschritten würden.

Trotzdem gibt die Bürgerinitiative sich noch nicht geschlagen.

Ihr Vorsitzender hat am 22. Oktober 2014 einen Termin bei Wirtschaftsminister Olaf Lies von der SPD. In diesem Gespräch möchte er dem Regierungsvertreter verdeutlichen, weshalb man Tempo 80 auf der Bundesstraße wünsche und warum dies auch rechtlich Tragbar sei. Er gibt sich ob der Rückendeckung der lokalen Politiker, unter ihnen sind auch Abgeordnete des niedersächsischen Landtags, optimistisch.

Er fahre gut gewappnet und in der Hoffnung nach Hannover, eine Lösung zu finden.